Die neue Macht der Online Medien!?

April 14, 2009

Citizen Journalism

Filed under: Uncategorized — Schlagwörter: , , , , , — silviawitzig @ 8:24 am

In den letzten Posts bin ich darauf eingegangen, wie Themen aus der Blogosphäre von den Massenmedien aufgegriffen werden. Hier möchte ich aber noch einmal zum Ursprung solcher Themen kommen. Beispiele wie das von Jamba oder Trent Lott nahmen ihren Anfang in Blogs, die von einzelnen Personen, unter anderem von Citizen Journalists, geschrieben werden.

Bürgerjournalisten oder Citizen Journalists nutzen verschiedene Medien, um ihre Nachrichten zu verbreiten. Neben Blogs spielen dabei auch vermehrt die traditionellen Massenmedien eine Rolle. Verschiedene Zeitungen und TV-Stationen rufen ihre Leser dazu auf Fotos, Videos oder Text einzusenden oder haben sogar eigene Plattformen für Beiträge von Lesern. Ein Beispiel dafür ist die Plattform iReport von CNN.
Die Beteiligung von Bürgern an Massenmedien ist jedoch kein neues Phänomen, denn „ Schon im 19. Jahrhundert war das ein höchst erfolgreiches Konzept im Lokaljournalismus“ (Kopp/Schönhagen, 2007, S. 1). Citizen Journalism in Blogs ist natürlich eine neuere Entwicklung, die durch die Möglichkeiten des Web 2.0 stark gefördert wurde. Vor dem 11. September 2001 stellten Blogs noch ein reines WWW-Phänomen dar und wurden von den Massenmedien nur wenig beachtet. Nach den Terroranschlägen stellte sich heraus, dass über Blogs schneller, persönlicher und direkter berichtet werden konnte (Fischer, 2006, S. 166). In der Folge begann die Anzahl an Weblogs stark zu steigen. Auch der Krieg im Irak (2003) und der Tsunami (2004) förderten das Entstehen von weiteren Blogs im Bereich Citizen Journalism.

Wie ich im letzten Post aufgezeigt habe, besteht heute ein enges Verhältnis zwischen den Massenmedien und den Bürgerjournalisten. Die Medien nehmen Themen aus der Blogosphäre auf und Journalisten nutzen Blogs als Quellen.
Die Berichterstattung durch Bürgerjournalisten oder Blogger wird aber, unter anderem von Seiten der Medien, auch kritisiert. Bemängelt wird unter anderem, dass
Grundprinzipien des journalistischen Arbeitens, der Recherche, der Qualitätsstandards und der Trennung der Darstellungsformen nicht erfüllt werden (Büffel, 2006).
Auch die Subjektivität der Berichterstattung von Citizen Journalists wird kritisiert.
Zudem ist es schwierig, die Authentizität der Berichte zu klären und die Anonymität gewisser Blogger, sowie Falschmeldungen fördern das Misstrauen (Eberwein, 2008, S. 20).
Charakteristisch für die Blogosphäre und damit auch für Citizen Journalism in Blogs ist, dass Texte und Berichte unüberarbeitet und unkontrolliert veröffentlicht werden können. Allerdings findet nach der Veröffentlichung eine Kontrolle von Fakten und Informationen durch die Leser statt (Fischer, 2006, S. 197). Die Leser kommentieren Blog-Posts und ergänzen sie mit ihrem eigenen Wissen. Dadurch kann die Qualität dieser Artikel verbessert werden.

Ob man nun eher den Berichten der Massenmedien, die gegen Falschmeldungen und Subjektivität auch nicht immun sind, oder den Berichten von Citizen Journalists vertrauen will, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Es ist wohl in beiden Fällen angebracht, die Berichterstattung kritisch zu hinterfragen.

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